Tiefseefische und deren Anpassung

Etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Lebewesen, die im Meer leben, befinden sich in der Tiefsee, wobei auch noch nicht alle Spezies entdeckt sind. Über die Lebensweisen der Tiefseefische ist nur wenig bekannt, was sie auch so faszinierend macht.

Bei den Tiefseefischen handelt es sich nicht nur um die Fischarten, die tatsächlich auch im Fischernetz landen sollen, sondern auch um viele andere, die aus Zufall im Netz gefangen werden.

Die Tiefseefische müssen unter extremen Bedingungen unter Wasser leben, weshalb ihre Überlebensstrategien auch ziemlich beeindruckend sind. Ein ganz klares Ziel: Möglichst viel fressen und nicht gefressen werden. Damit diese Fische überleben, haben die einzelnen Arten interessante und außergewöhnliche Techniken und Eigenschaften entwickelt.

Leben unter erschwerten Bedingungen

Natürlich denken viele bei der Tiefseefischerei an bestimmte Fischsorten wie Rotbarsch. Doch gibt es deutlich mehr interessante Fische, über die Sie sich erkunden sollten. Ein paar Körpermerkmale sind nämlich ziemlich spannend und einzigartig.

Nahrungssuche

In der Tiefsee stellt die Nahrungssuche völlig neue Anforderungen. So haben die Fische verschiedene Strategien entwickelt, die mit ihren körperlichen Eigenschaften harmonieren. Der Pelikanaal lauert seiner Beute auf und kann sein Maul durch eine elastische Membran ziemlich weit öffnen.

Ein wirklich beliebter Fisch der Tiefsee ist der Anglerfisch. Dieser wurde besonders durch den Film Findet Nemo bekannt. Die Fische besitzen ein Köderorgan mit Leuchtrezeptoren auf der Stirn und locken mit dem leuchtenden Punkt neugierige Fische an, die so direkt ins Maul schwimmen. Auch der Drachenfisch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann rotes Licht sehen, selbst produzieren und kann so Beutefische ausfindig machen.

Sehen im Dunkeln

In der Tiefsee gibt es kaum Licht, ab 1.000 Meter Tiefe ist es stockdunkel. Die Fische in solchen Tiefen haben daher große, sehr ausgebildete Augen, wodurch sie immer noch etwas Licht wahrnehmen können.

Fische, die dagegen noch tiefer leben, haben meist sehr kleine und zurückgebildete Augen. Allerdings hat der Grenadierfisch trotz allem sehr gute Augen, um die biolumineszent leuchtenden Meeresbewohner zu erkennen.